[KULTUR] Les Germanistes au cinéma (auf Deutsch !)

par Florence HEUDRON

Rezension zum Film Das schweigende Klassenzimmer, im Rahmen einer Klassen-Aufführung im Ariel-Kino der Stadt Rueil-Malmaison, am Donnerstag, 24. Januar 2019.

Der Film, den wir im Kino gesehen haben, war zu einem Geschichtsthema mit gesellschaftlicher Problematik : Als Jugendliche in der DDR leben. Doch war das kein Dokumentarfilm, sondern ein Spielfilm. Der Titel lautet Das schweigende Klassenzimmer. Der Regisseur, Lars Kraume, ist relativ schon bekannt (Der Staat gegen Fritz Bauer, 2017) ; wurde in Italien 1973 geboren ; ist aber dann in Westdeutschland aufgewachsen.

Der Film hat uns sehr gut gefallen, denn das Szenario war richtig fesselnd. Des Weiteren beruht es auf wahren Begebenheiten aus der DDR-Zeit. Die Handlung spielt in Stalinstadt (cf : Eisenhüttenstadt auf einer Deutschlandkarte), an der deutsch-polnischen Grenze, im Jahre 1956. Dieser Ort war 1950 von der SED als Vorbildstadt für die ostdeutsche Stahlindustrie mit den modernsten Arbeiterwohnungen gegründet worden. Gymnasiasten aus der Abiturklasse erfahren im Radio vom massiven Volksaufstand in Budapest und dessen blutigen Niederschlagen durch die Rote Armee. Das tragische Ereignis lässt den jungen Leuten ein spontanes Mitleidsgefühl empfinden (viele Toten war auch Jugendliche) und ruft dann bei ihnen eine Art politisches Bewusstsein hervor.
Nach einer heftigen Diskussion darüber, wie man eigenem sozialistischen Regime (Die SED-Diktatur) gegenüber stehen sollte, entscheiden sie, am nächsten Tag in der Schule eine Schweigeminute im Klassenzimmer zu machen, um die ungarischen Opfer zu würdigen.

Die Schulbehörden interpretieren diese Schweigeminute als freches Protestzeichen dem Regime gegenüber, und beschließen, die Rädelsführer zu verfolgen, zu entlarven und zu bestrafen.

Kritisch wird im Film die Art und Weise geschildert, wie Obervertreter der Schule endlose manipulierende Verhöre durchführen, um die jungen Klassenkameraden gegeneinander auszuspielen. Theo, der Hauptdarsteller, bekommt einen Tadel, der Klasse droht dann die Schule, das Abitur nicht abzulegen zu dürfen. Schließlich werden sie alle vom Gymnasium verwiesen.

Im Film wird auch die Schwierigkeit wohl dargestellt, die die Schüler dazu empfinden, vor solcher hohen Brutalität und Gewalt dauerhaft zusammenzuhalten. Sie geben sich aber trotzdem Mühe darum, einander nicht zu verraten, und zwar nicht nur in Namen von ihrem abbrechenden politischen Bewusstsein, sondern auch von ihrer Kameradschaft.

Les germanistes de 1ère du lycée Gustave Eiffel à Rueil-Malmaison